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Das "Kleine 1x1" der Silage


Silage

Silage ist ein durch Milchsäure konserviertes Futtermittel für Nutztiere, welches auch als Energiequelle innerhalb einer Biogasanlage dient; in Form von nachwachsenden Rohstoffen.

Nicht nur Maissilage verfügt aufgrund seines hohen Stärkeanteils über einen hohen Energiegehalt, auch Grassilage.

Kleesilagen und Luzernsilagen enthalten aufgrund ihres höheren Eiweißanteils in der Regel weniger Energie.

Sowohl der Rohfasergehalt als auch der Rohproteinanteil verändern sich abhängig vom Wuchsstadium der Pflanze. Der Rohfasergehalt steigt mit dem Alter der Pflanze und der Rohproteingehalt sinkt, wobei der Rohaschegehalt abhängig vom Verschmutzungsgrad der Silage ist, er lässt also Rückschlüsse auf die „Sauberkeit“ der Ernte zu.

Der Gehalt an Trockensubstanz variiert in der Regel zwischen 30-45%, je nach Erntetermin bzw. Anwelkzeit.

Nicht nur auf Grund der immer ausgeprägteren Temperaturen und Regenmengen in Deutschland macht es immer mehr Sinn sich mit dem Einsatz eines geeigneten Siliermittels auseinanderzusetzen, um weiterhin wirtschaftlich arbeiten zu können.

Unser Geschäftsführer Rainer Köhler hat sich die Zeit genommen um in einem Video die wichtigsten Informationen für euch zusammenzufassen

 

Wie läuft die Silierung ab?

Den Anfang macht in der Regel das Häckseln des zu lagernden Pflanzenmaterials, was nicht nur zu einer besseren Verfügbarkeit der Kohlenhydrate führt, sondern auch dazu, dass sich die Silage besser verdichten und luftdicht abschließen lässt.

Viele der gängigen Siliermittel finden hier ihren Einsatz, um so möglichst gleichmäßig eingebracht werden zu können.

Das Abdichten des Silos bewirkt eine Hemmung der Aktivität der „unerwünschten“ Mikroorganismen, wie Hefen und Schimmelpilzen.

Die Milchsäurebakterien innerhalb des Silos, sei es der rein natürliche Besatz oder aber durch Siliermittel zusätzlich eingebrachte MSB-Stämme, wandeln den vorhandenen Zucker in Säuren um, was zu einer Senkung des pH-Werts führt, welche auch das Wachstum anderer schädlicher Bakterien hemmt, wie z.B.  das von Clostridien.

Hier sollte Milchsäure immer den dominanten Teil gegenüber der Essigsäure einnehmen; Buttersäure ist an dieser Stelle gänzlich unerwünscht, kann aber durch Fäulnisprozesse innerhalb des Silos entstehen.

Je nach Verwendung der Silage ist ein gewisser Teil an Essigsäure wünschenswert, da er für Stabilität innerhalb des Silos sorgt und sich bei späterer Verwendung innerhalb der Biogasanlage positiv auf die Gasgewinnung auswirken kann.

Bei Verfütterung einer Silage mit hohem Anteil an Essigsäure hingegen kann es aber zu einer verringerten Futteraufnahme kommen, da die Essigsäure die Schmackhaftigkeit der Silage negativ beeinflusst.

Auch hier zeigt sich wieder, dass der Einsatz des geeigneten Siliermittels mannigfaltige Vorteile mit sich bringen kann, denn nur so lassen sich die gewünschten und vor allem unerwünschten Prozesse innerhalb des geschlossenen Silos adäquat steuern bzw. unterdrücken.

  

Verwendung in Biogasanlagen und als Futtermittel

Neben der Maissilage findet sich heute auch Grassilage als eines der am häufigsten verwendeten Futtermittel auf unseren Milchviehbetrieben wieder, aus deren Verwendung sich verschiedene Vorteile gegenüber z.B. Heu ergeben.

Mais- und Grassilage sind wesentlich witterungsunabhängiger und auch das gesamte Handling und die effektive Futtermenge des Heus sind diesen gegenüber nachteilig behaftet, sowohl wirtschaftlich als auch hinsichtlich der Effiziens.

Als energiereiches Substrat findet sich häufig Maissilage innerhalb der Biogasanlage wieder, was nicht zuletzt an seinem hohen Ertrag pro Fläche liegt.

Zwar liefert Mais während der Vergärung einen hohen Gasertrag, aber auch andere Ganzpflanzensilagen gewinnen immer mehr an Bedeutung, z.B. in Form von Zweifruchtsystem, bei denen versucht wird durch Winter-und Sommerkulturen, in Form von Grünroggen zu Mais, den Ertrag pro Fläche zu erhöhen. Hier sind selbstverständlich auch andere Kombinationen möglich, welche in der Praxis aber eher weniger Anwendung finden.

Dies kann nicht nur zu einer erhöhten Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung für den Energiepflanzenanbau führen, sondern sich auf Grund der ausgewogeneren Nährstoffversorgung innerhalb des Fermenters, auch positiv auf die Biogasgewinnung auswirken.

 

Annahmen bezüglich der Häcksellänge

MSB können im Prinzip besser arbeiten je kleiner das Material gehäckselt ist

  • Kommen so schneller und einfacher an pflanzliche Kohlenhydrate

Rinder brauchen für eine ordentliche Verdauung eine gewisse Strukturwirkung (Mindesthäcksellänge)

  • „Rinder brauchen was zu kauen“

Auswirkung der Häcksellänge auf das Siliergut

  • Je größer die Stücke umso weniger Sickersaft

Silage in der BGA

  • Hier kann das Material für die biogasbildenden Bakterien fast nicht klein und flüssig genug sein

 

Was können wir jetzt aus diesen Annahmen ableiten?

Die Silierfähigkeit wird besser je kleiner das Material gehäckselt wurde, was aber besonders im Milchviehbereich schwierig zu gewährleisten ist, da die Rinder eine gewisse Strukturwirkung brauchen; sprich Mindesthäcksellänge.

Dem gegenüber steht z.B. die Silage, welche Ihren Weg in die Biogasanlage findet. Denn hier kann das über die Fütterung eingebrachte Substrat für die biogasbildenden Bakterien kaum fein genug sein.

Je feiner aber die Silage ist, umso eher laufen Sie Gefahr höhere Verluste auf Grund von Sickersäften in Kauf zu nehmen.

Größere Stücke innerhalb des Silos lassen sich aber schlechter verdichten, wodurch ein adäquater Sauerstoffabschluss erschwert wird.

Sie sehen also es macht definitiv Sinn den Einsatz eines geeigneten Siliermittels zu prüfen.

Für eine umfangreiche und unverbindliche Beratung melden Sie sich gerne bei uns!